Wie geht es weiter an Europas Grenzen?

Judith Kohlenberger, Anna Alboth, Mahtab Sabetara, Franziska Grillmeier

Summary
Ankommende Boote wurden zum Symbol der europäischen Fluchtkrise vor 10 Jahren. Bis heute fliehen Menschen täglich über Land, Meer und Wald nach Europa. An den Europäischen Grenzen treffen sie oft auf eine rechtliche Parallelwelt. Heute fernab von Kameras und Öffentlichkeit. Mit welchen Folgen?
Stage 10
Panel
English
Conference

Europas aktuelle Fluchtkrise spielt sich heute fernab der Öffentlichkeit ab. Flüchtende stranden in den Grenzwäldern zwischen Polen und Belarus, sitzen in Litauen in Isolationshaft, verstecken sich nach ihrer Ankunft an den Küsten der Ägäis-Inseln, wo seit 2020 keine Seenotrettungsorganisationen mehr aktiv sind, werden zum geopolitischen Spielball in abgeriegelten militärischen Sperrzonen und bleiben gleichzeitig in der medialen Debatte oft unsichtbar. 

Während die Zeugenschaft an diesen Orten immer schwieriger wird, bleibt die Gewalt durch Grenzschützer:innen meist folgenlos und das Erlebte der Betroffenen oft undokumentiert. Welche Rolle der Dokumentation nehmen Hilfsorganisationen, Aktivist:innen und Betroffene selbst heute entlang der europäischen Grenzen ein und welche Rolle spielen Wissenschaft und Medien in der Wissensverbreitung? 

Über die Frage: “Who cares about the rule of law on the European borders?", diskutiert die Journalistin Franziska Grillmeier mit der Menschenrechtsaktivistin Anna Alboth, mit Aktivistin Mahtab Sabetara und Fluchtforscherin Judith Kohlenberger.

 

picture of Anna Alboth
Media Officer at Minority Rights Group International
In the photo: Mahtab Sabetara
Activist & Musician