27.-29. Mai 2024
STATION Berlin
Der Wirtschaftswissenschaftler Andrés Arauz
kandidierte 2021 für das Amt des ecuadorianischen Präsidenten und unterlag nur knapp
seinem Gegenkandidaten, dem konservativen Banker Guillermo Lasso.
Er verfügt über eine langjährige innen- und außenpolitische Erfahrung und war Minister
für Wissen, Generaldirektor der Zentralbank und stellvertretender Planungsminister von
„Buen Vivir“, einem zentralen Verfassungsziel Ecuadors. Es beinhaltet zum Beispiel das
Recht auf Ernährung, Gesundheit, Erziehung und Wasser und definiert die Natur als ein
Subjekt mit Rechten. Während seiner Amtszeit leitete er die weltweit erste
Digitalwährung der Zentralbank auf Mobiltelefonbasis.
Andrés Arauz ist Senior Research Fellow am Center for Economic and Policy Research in Washington und forscht in den Bereichen öffentliche Wirtschaft, Finanzen und Technologie und setzt sich für die Einheit Lateinamerikas ein.
3 Fragen an… Andrés Arauz
Wir freuen uns, mit Andrés Arauz auf der re:publica 22 über das Thema Kryptowährung diskutieren zu können und haben ihm zur Vorbereitung drei Fragen gestellt.
Über welches Thema wirst du auf der #rp22 sprechen?
„Barocke Innovation: Kryptowährungspolitik in Lateinamerika“
Was ist bei dir in den vergangenen zwei Jahren zu kurz gekommen und was meinst
du, benötigt dringend einen Neustart?
Wir müssen unsere Maßstäbe neu ausrichten, uns von monetären Maßstäben verabschieden
und zu Maßstäben für ein gutes Leben übergehen. Geld sollte ein universelles
Instrument im Dienste des menschlichen Lebens, unseres Gemeinguts und unserer
Kreativität sein.
Das Motto der #rp22 bezieht sich auf die letzte Textzeile des Queen-Songs
„Bohemian Rhapsody“. Welcher Song darf beim Karaoke auf der #rp22 deiner Meinung nach
auf keinen Fall fehlen und warum?
„This is not America“ von Residente, weil es ein zeitgenössischer, sorgfältig
ausgearbeiteter kollektiver semiotischer Ausdruck in Lateinamerika für eine geballte
Lektion in Geschichte ist.