Digitale Souveränität – Das neue „nachhaltig“ als Grundsatz der Digitalpolitik?

Jörg Naumann

Zusammenfassung
Digitale Souveränität hat Konjunktur. Ein Begriff voller Unschärfe und Marketingfähigkeit hat Einzug gehalten in Koalitionsverträge und Strategien von Bund und Länder, nach welchen sich Verwaltungshandeln richten soll. Wie kann das gelingen?
Lightning Box 2
Kurz-Vortrag
Deutsch
Conference

Der Begriff der „digitalen Souveränität“ ist seit etwa 2014 immer populärer geworden. Gemeint ist damit – im groben –Handlungsfähigkeit, Resilienz, Selbstbestimmtheit und/oder Autonomie des Staates, der Gesellschaft, von Unternehmen oder von Bürger:innen in digitalen Kontexten. Im Konkreten kann das dann alles bedeuten und seine Marketingfähigkeit stellt der Begriff täglich unter Beweis. „Digitale Souveränität“ als Label.

Gleichzeitig hat der Begriff Einzug gehalten in Strategien von Bund, Ländern und Kommunen und in diverse Koalitionsverträge. Digitale Souveränität stellt hierdurch einen Rahmen für das Verwaltungshandeln dar. Doch wie lässt sich die begriffliche Beliebigkeit digitaler Souveränität, diese Projektionsfläche und dieses diskursive Symbol, um das sich politische Koalitionen konstruieren lassen, in Verwaltungshandeln operationalisieren?

Ein Talk über Digitale Souveränität als Instrument und Ansatz der Organisation von Aufgaben, Maßnahmen und Zuständigkeiten.

Partner
Portrait Jörg Naumann
Referent für Digitale Souveränität und Open Source