It’s complicated: Beziehungen gestalten zwischen Staat und Bürger*innen

Jona Piehl, Daniela Hensel

Summary
Die Schnittstelle zwischen staatlichen Institutionen und Bürger*innen ist kein rein technisches Thema. Im Gegenteil, diese Beziehung ist oft emotional, geprägt durch Irritation und Frust, schlimmstenfalls auch Scham und Angst. Gestaltung kann entscheidende Werkzeuge liefern, um neue Wege zu gehen.
Stage 9
Talk
German
Conference

Wenn es um die Digitalisierung der Gesellschaft, insbesondere der Verwaltungen, geht, konzentrieren sich aktuelle Debatten vor allem auf Technologien, ihre Potentiale und Herausforderungen. Wir argumentieren, dass wir auch über Gefühle reden müssen. Mit anderen Worten, wir sollten die Schnittstellen zwischen Bürger*innen und Institutionen unserer Gesellschaft als Beziehungen verstehen und gestalten – insbesondere in Zeiten, in denen weite Teile der Gesellschaft das Vertrauen in staatliche Institutionen zu verlieren scheinen oder sich nicht mehr als Teil der Gesellschaft fühlen.

In unserer Lehre kooperieren wir mit öffentlichen Institutionen, analysieren Kontexte und Situationen, ermitteln Bedarfe und entwerfen Lösungen. Anhand von Beispielen möchten wir zeigen, welches Potential in der Integration von gestalterischen Perspektiven und Werkzeugen in die Arbeit mit unterschiedlichen Öffentlichkeiten liegt. Wir sprechen über Gefühle, über Scham, Angst aber auch über Vertrauen, Loyalität und Identifikation – und darüber, wie Gestaltung unser emotionales Verhältnis zum Umgang mit staatlichen Institutionen verändern und verbessern kann.

lächelnde Frau mit schulterlangen, braunen Haaren, weißem Hemd und senffarbener Jacke
Professorin für Kommunikationsdesign
Prof. Daniela Hensel mit schwarz-weiß gestreiften Thirt und schwarzer Jacke sitzt vor einer Holzwand
Professorin für Public Service Design