27.-29. Mai 2024
STATION Berlin
Wenn es um die Digitalisierung der Gesellschaft, insbesondere der Verwaltungen, geht, konzentrieren sich aktuelle Debatten vor allem auf Technologien, ihre Potentiale und Herausforderungen. Wir argumentieren, dass wir auch über Gefühle reden müssen. Mit anderen Worten, wir sollten die Schnittstellen zwischen Bürger*innen und Institutionen unserer Gesellschaft als Beziehungen verstehen und gestalten – insbesondere in Zeiten, in denen weite Teile der Gesellschaft das Vertrauen in staatliche Institutionen zu verlieren scheinen oder sich nicht mehr als Teil der Gesellschaft fühlen.
In unserer Lehre kooperieren wir mit öffentlichen Institutionen, analysieren Kontexte und Situationen, ermitteln Bedarfe und entwerfen Lösungen. Anhand von Beispielen möchten wir zeigen, welches Potential in der Integration von gestalterischen Perspektiven und Werkzeugen in die Arbeit mit unterschiedlichen Öffentlichkeiten liegt. Wir sprechen über Gefühle, über Scham, Angst aber auch über Vertrauen, Loyalität und Identifikation – und darüber, wie Gestaltung unser emotionales Verhältnis zum Umgang mit staatlichen Institutionen verändern und verbessern kann.